Vom Tabak und davon, dass er dir Lebenszeit raubt

Tabak war lange Zeit eine sozial akzeptierte Droge. Erst in den letzten Jahren und mit Bekanntwerden der gesundheitlichen Folgen des Rauchens ist die Tatsache, dass man mit Tabak seinen Körper nach und nach vergiftet, zunehmend ins Bewusstsein der Menschen gerückt.

Zu Beginn wurde hauptsächlich über die positiven Wirkungen des Tabaks gesprochen, darüber, dass er bei Angst entspannende Effekte ausübt, eine Gewichtsreduktion erleichtert und das Knüpfen sozialer Kontakte vereinfacht – eine Zigarette ist schnell angeboten und während man gemeinsam im Regen steht, finden sich Gesprächsthemen.

Nach wie vor wird der Tabak als Zeichen der Reife, des Erwachsenseins angesehen und von Jugendlichen konsumiert, um zu zeigen, dass sie es können, dass sie sich nicht mehr an die Anweisungen der Eltern halten müssen.

Sogar seitens der Regierung wird teilweise zum Tabakkonsum animiert, denn der Handel mit den Zigaretten ist ein gewinnbringendes Geschäft, das große Mengen an Steuergeldern einbringt. Die Rechnung ist jedoch nicht zu Ende gedacht und berücksichtigt nicht die enormen Ausgaben, die zur Behandlung von Krankheiten entstehen, die mit dem Rauchen assoziiert sind.

Der Tabak hat seinen Platz in unserem Alltag gefunden, zum Leid all der Nichtraucher, die vor allem an öffentlichen Plätzen ihre frische Luft mit den Rauchern teilen müssen. Zum Glück wurden die Zigaretten aus einigen Einrichtungen bereits verbannt, aber die Situationen, in denen sich Nichtraucher ungewollt den gesundheitsschädigenden Effekten des Zigarettenrauchs ausgesetzt sehen, sind immer noch sehr zahlreich.



Niemand sollte heute mehr akzeptieren müssen, seine Gesundheit auf’s Spiel zu setzen, um seinen Arbeitsplatz nicht zu verlieren. Und während der Nichtraucher in Restaurants nicht mehr durch den Tabakkonsum Dritter gestört wird, sieht das z.B. an Bus- und Bahnhaltestellen noch ganz anders aus.

Es wird noch eine Weile dauern, bis der Wandel in der Gesellschaft so weit vollzogen ist, dass Nichtraucherzonen auch überall dort respektiert werden, wo keine Vollzugsgewalt bereitsteht. Wir hoffen, mit diesem Artikel ein klein wenig beitragen zu können und dich vielleicht davon zu überzeugen, dass eine rauchfreie Zukunft eine gesündere Zukunft für alle ist.

„Stört dich der Rauch meiner Zigarette?“
„Nein, er macht mich krank.“


Welche Auswirkungen hat der Konsum von Tabak?



Nikotin ist der Inhaltsstoff der Zigarette, von dem wir abhängig werden. Im Gegensatz zu dem, was allgemein angenommen wird, wirkt Nikotin allerdings nicht entspannend sondern anregend. Warum sind Raucher also davon überzeugt, dass der Genuss der Zigarette entspannt?

Der Raucher ist angespannt, weil er seine nächste Zigarette erwartet. Diese Anspannung fällt beim Rauchen von ihm ab, nicht jedoch andere Ängste, die durch seine Lebensumstände bedingt sind.

Mit anderen Worten hilft das Rauchen also nur dabei, jene Anspannung zu verlieren, die mit dem Konsum der Droge in direkter Verbindung steht. Ängste und Stress, die beispielsweise auf Probleme in der Familie oder am Arbeitsplatz zurückzuführen sind, werden durch den Konsum des Tabaks nicht gelöst.

Die gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens zeigen sich bereits, wenn wir uns diese schädliche Gewohnheit zulegen. Zunächst sind die Anzeichen allerdings sehr subtil und werden kaum wahrgenommen. Wie in so vielen Situationen gilt aber auch hier: Steter Tropfen höhlt den Stein.



Zu den sofortigen Effekten des Rauchens zählen:

Frühzeitige Ermüdung

Viele Menschen beginnen in ihrer Jugend mit dem Rauchen, wenn sie eigentlich vor Energie sprühen und ihr Leben genießen sollten. Bei den jungen Rauchern wird der Effekt der frühzeitigen Ermüdung daher überdeckt; im Laufe der Zeit bemerken wir jedoch immer mehr, welches Gewicht wir unserer Gesundheit mit jeder einzelnen Zigarette aufladen.

Erhöhtes Risiko für Angina pectoris, Erkältungen, Husten und Auswurf

Beim Rauchen werden die Atemwege kontaminiert und das Risiko für jene Erkrankungen, die diese Organe betreffen, steigt stark an.

Verlust des Appetits



Der Konsum von Tabak führt dazu, dass wir weniger essen. Gleichzeitig verlieren wir Sensibilität bezüglich Geruch und Geschmack und können das, was wir essen, nicht mehr richtig genießen. Frag jemanden, der mit dem Rauchen aufgehört hat: Er wird dir bestätigen, dass ihm das Essen nun wieder besser schmeckt.

Herzrhythmusstörungen

Befriedigung und Verlangen wechseln sich beim Raucher ab wie Höhen und Tiefen auf einer Achterbahn und dasselbe gilt für seinen Puls. Über den Tag hinweg schwankt er wesentlich stärker als beim Nichtraucher und Herzrhythmusstörungen sind nicht selten.

Gelbliche Verfärbungen von Zähnen und Nägel

Eines der deutlichsten äußeren Anzeichen für den regelmäßigen Genuss von Nikotin ist die charakteristische, unschöne gelbliche Verfärbung von Zähnen und Nägeln.

Mundgeruch



Der Raucher selbst mag diesen unangenehmen Geruch kaum noch wahrnehmen, der Nichtraucher umso mehr. Wenn der Raucher atmet, entströmt seinem Mund dieser Geruch nach kaltem Rauch, der das Knüpfen sozialer Kontakte alles andere als erleichtert: Für Nichtraucher ist er unangenehm, zum Teil sogar ekelerregend.

Dieser Mundgeruch ist Teil der Aura des Rauchers und haftet bald auch der Haut an, von der er im Gegensatz zur Kleidung nur schwer zu entfernen ist.

Faktoren, die die Auswirkungen des Tabaks auf deinen Organismus beeinflussen



Je nach Art und Weise des Tabakkonsums sind Raucher in verschieden starkem Maße von den negativen Folgen des Rauchens betroffen. Wir nennen an dieser Stelle vier Faktoren, die einen starken Einfluss darauf haben, welche Last dem Organismus durch den Zigarettenkonsum auferlegt wird. Wir betonen nachdrücklich, dass eine gesunde Dosis nicht existiert.

Der tägliche Tabakkonsum

Je mehr Zigaretten täglich geraucht werden, umso schneller wird deren gesundheitsschädigender Effekt sichtbar. Eine Zigarette pro Tag schadet, eine Schachtel am Tag schadet mehr.

Das Alter, in dem wir mit dem Rauchen beginnen

Umso früher wir mit dem Rauchen beginnen, desto stärker belasten wir unseren Körper mit dem Zigarettenrauch. Das gilt insbesondere dann, wenn zum Zeitpunkt des Rauchbeginns unsere körperliche Entwicklung noch nicht abgeschlossen war.

Wie wir rauchen

Es gibt verschiedene Arten, zu rauchen. Am bekanntesten sind wohl das Rauchen „auf Lunge“ und das pure Einziehen des Zigarettenrauchs in den Mund, um ihn sofort wieder auszuatmen. Je tiefer wir den Rauch inhalieren, umso stärker schädigen wir die Atemwege und andere Organe.

Arten von Zigaretten

Es gibt leichtere Zigaretten, die weniger Nikotin enthalten, und solche, deren Filter verhindern soll, dass wir gar zu viele toxische Substanzen einatmen. Stärkere Zigaretten und Zigaretten ohne Filter setzen der Gesundheit mehr zu.

Wie wirkt der Tabak auf die einzelnen Organsysteme?





Wir können nun aber nicht annehmen, dass der ein oder andere Tabakkonsum unserer Gesundheit nicht schadet. Jeglicher Tabakkonsum hat Folgen für die Gesundheit, unterschiedlich starke vielleicht, aber immer sehr belastende.

Folgende Organsysteme sind am stärksten vom Rauchen betroffen:

Atmungstrakt

Der Konsum von Tabak führt zu einer Steigerung der Schleimproduktion. Visköser Schleim kann von den Flimmerhärchen nur sehr schwer bewegt werden und verlegt daher die Atemwege. Diese werden dabei gleichzeitig sensibler gegenüber Infektionen, denn das Immunsystem erreicht die Erreger erst sehr spät. Häufige Erkrankungen der Atemwege von Rauchern sind chronische Bronchitis, Lungenemphyseme und Lungenkrebs.

Herz-Kreislauf-System

Das Rauchen führt zu einer Erhöhung des arteriellen Blutdrucks und der Herzfrequenz, steigert aber im gleichen Atemzug die Gerinnungsneigung – eine lebensgefährliche Kombination.

Zudem sind die roten Blutkörperchen der Raucher weniger in der Lage, Sauerstoff zu transportieren, da die Bindestellen am Hämoglobin durch giftige Substanzen besetzt sind. Ihre Leistungsfähigkeit ist daher stark eingeschränkt.

Verdauungstrakt

Der Verdauungstrakt wird im Zusammenhang mit den Folgen des Rauchens nicht sehr häufig genannt, dabei leiden Raucher mehr als doppelt so oft wie Nichtraucher an einer schmerzhaften chronischen Gastritis, an Geschwüren im Bereich von Magen und Zwölffingerdarm und Refluxösophagitis.

Tabak kostet dein Leben



Seit du mit dem Rauchen begonnen hast, nimmt deine Lebensqualität und deine Lebenszeit kontinuierlich ab. Zu Beginn manifestieren sich die Auswirkungen des Tabakkonsums nur langsam, dann kommt die Abhängigkeit und der körperliche Verfall.

Du tötest dich langsam und leise, bemerkst gar nicht, welche Schäden du deinem Organismus zufügst. Wenn du schon soweit bist, dass du dir des Öfteren sagst „Ich weiß, ich sollte mit dem Rauchen aufhören.“, dann hast du schon ein gutes Stück des Weges zurückgelegt.

Falls du an diesem Punkt noch nicht angelangt bist, dann lies diesen Artikel doch noch einmal aufmerksam durch und überlege, warum du das Geschenk des Lebens so wenig schätzt.

Wenn du rauchst und dich wertschätzt, dann ist der Zeitpunkt gekommen, diesem Verbrechen an dir selbst Adiéu zu sagen. Es schadet dir und all deinen Mitmenschen, auch denen, die du liebst.